Dienstag 21 August 2018
 
Differenzierung
 

Es geht darum, jedes Kind, jeden Jugendlichen mit seinen Stärken und Schwächen im Blick zu haben, zu fördern und zu fordern. Selbstverständlich können nicht alle Schülerinnen und Schüler im gleichen Zeitraum gleiche Leistungen erbringen.  Deshalb sind Individualisierung und Differenzierung statt Lernen im Gleichschritt „Markenzeichen“ der Gesamtschule Borken-Raesfeld. Individualisierung ist ein Unterrichtsprinzip, das die einzelnen Schülerinnen und Schüler in den Fokus nimmt, unterschiedliches Arbeitsmaterial, differenziert nach Schwierigkeitsgrad, zur Verfügung stellt und unterschiedliche Lernwege fördert. Eigenständigkeit und Verantwortung für ihr eigenes Lernen ist wichtig und wird zum Beispiel durch Eintragung ihres Lernfortschritts in einem Lerntagebuch dokumentiert. Dieses zeigen die Schülerinnen und Schüler ihren Eltern am Wochenende, wodurch die Eltern informiert und in den Lernprozess eingebunden sind. Und es bietet eine hervorragende Grundlage für Lernrückmeldungen auf Elternsprechtagen. Eine Differenzierung nach Interesse und Leistungsvermögen beginnt im 6. Schuljahr durch ein zusätzliches Fach im Wahlpflichtbereich. Eine Differenzierung nach Interesse und  Leistungsvermögen beginnt im 6. Schuljahr durch ein zusätzliches Fach im Wahlpflichtbereich.

 

 

Wahlpflichtbereich I   Fachleistungsdifferenzierung
Der Wahlpflichtbereich I (WP I) ist das 4. Hauptfach neben Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Note in diesem Fach ist am Ende des 10. Jahrgangs mitentscheidend für den Schulabschluss. Es werden auch Klassenarbeiten geschrieben. An der Gesamtschule Borken-Raesfeld haben alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, im 6. Jahrgang Niederländisch zu wählen und zu erproben. Die Schülerinnen und Schüler, die sich diese weitere Fremdsprache zu diesem frühen Zeitpunkt noch  nicht zutrauen, nehmen stattdessen an Förderangeboten teil. Im 7. Schuljahr kommen drei Fachbereiche hinzu: Naturwissenschaften, Arbeitslehre und Darstellen-Gestalten-Medientechnik. Schülerinnen und Schüler, die nicht am Unterricht  „Niederländisch“ teilgenommen haben, müssen eines dieser drei Angebote wählen. Das gilt auch für diejenigen, die sich nach der einjährigen Erprobungsphase gegen die 2. Fremdsprache entscheiden. Später werden weitere Fremdsprachen  angeboten: zum Beispiel Spanisch ab Klasse 8 und Französisch in der Oberstufe. Das hat einen guten Grund, denn so bleibt die Tür zum Abitur weiterhin offen.   In den Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch wird in höheren Jahrgängen auf zwei Niveaustufen unterrichtet, die am Ende des 10. Schuljahres über den Schulabschluss mitentscheiden. So beginnt diese Fachleistungsdifferenzierung in Englisch und Mathematik im Jahrgang 7, in Deutsch im Jahrgang 8 oder 9 und ab Klasse 9 auch in Chemie oder Physik. Bis zur 10. Klasse können die Schülerinnen und Schüler zwischen Erweiterungskursen und Grundkursen wechseln, so dass auch für Spätentwickler die Schullaufbahn lange offen ist.